»Neubau allein löst die Probleme nicht«

Mietervereinschef Reiner Wild sieht ein Umdenken in der Wohnungspolitik. Aber alles dauert viel zu lange

Reiner Wild ist seit Ende 2009 Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Sein Engagement für Mieter begann in der Stadtteilarbeit, seit 1981 ist der studierte Soziologe bei der mit derzeit 150 000 Mitgliedern größten Mieterorganisation Deutschlands beschäftigt. Über die Wohnungs- und Mietenpolitik in Berlin sprach mit dem 58-Jährigen nd-Redakteur Bernd Kammer.

Reiner Wild
nd: Vor ein paar Tagen gab es für Mieter noch eine gute Nachricht von der Bundesregierung: Die Miete darf bei bestehenden Verträgen innerhalb von drei Jahren nicht mehr um 20, sondern nur noch um 15 Prozent angehoben werden. Ein guter Jahresabschluss?
Wild: Das war allenfalls ein Signal der Bundesregierung, dass auch sie Probleme auf dem Wohnungsmarkt sieht. Aber bei den Lösungen bleibt sie weit hinter dem Notwendigen zurück. Dazu müsste sie ein ganzes Bündel von Maßnahmen ergreifen. Das derzeitige Mietrecht bietet für die Mieterhöhungen in Ballungsgebieten keine Lösung, deshalb werden die Kostensteigerungen auch in Berlin weiter zunehmen.

Weil in der Stadt auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Wohnungen nicht ausreicht?
Ja, es herrscht Wohnungsknappheit. Viele Wohnungssuchende haben am Wohnungsmarkt kaum Chancen. Haushalte mit höherem Einkommen können ihre Wohnbedürfnisse in der Regel befriedigen, für Haushalte mit mittleren ...


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