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Chávez gibt Aufgaben ab

Staatschef Venezuelas zollt Krankheit Tribut

Venezuelas krebskranker Staatschef Chávez hat einige Amtsbefugnisse an seinen Vizepräsidenten abgetreten. Dieser kann künftig unter anderem Vizeminister ernennen, die Ausgaben der Ministerien bewilligen und Enteignungen anordnen.

Caracas (dpa/nd). Die Übertragung der Kompetenzen vor allem in Haushalts- und Wirtschaftsfragen war bereits Anfang des Monats beschlossen worden. Bekannt wurde sie erst am Mittwoch, als sie im Gesetzblatt veröffentlicht wurde und damit in Kraft trat.

Chávez (58) hatte die Präsidentschaft am 9. Dezember vorübergehend an Vizepräsident Nicolás Maduro abgetreten. Zwei Tage später wurde er in Kuba zum vierten Mal in eineinhalb Jahren wegen einer Krebserkrankung operiert. Ob der im Oktober wiedergewählte Sozialist wie vorgesehen am 10. Januar eine neue sechsjährige Amtszeit antreten kann, ist fraglich. Bis dahin kann Vize Maduro die Amtsgeschäfte führen. Sollte Chávez dauerhaft verhindert sein, die Präsidentschaft auszuüben, müssen Neuwahlen ausgerufen werden.

Maduro, der zugleich Außenminister ist, räumte ein, dass Chávez' Zustand »kompliziert« sei. Er wies aber zugleich Kritik der Opposition an der ihrer Meinung nach widersprüchlichen Informationspolitik der Regierung zurück. »Sie sind erbärmlich, ihre Seele ist verdorben. Wir dürfen uns nicht vergiften lassen«, konterte Maduro in Richtung der Chávez-Gegner. Die Opposition versuche, Gewalt im Land zu säen.

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