250 Euro zum Leben

Für viele Hartz-IV-Bezieher werden die Mieten zum Problem: Zuschüsse werden gedeckelt - und billige Wohnungen gibt es kaum

  • Von Rudolf Stumberger, München
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Angesichts vielerorts steigender Mieten müssen sich Sozialrichter zunehmend mit der Frage auseinandersetzen, ob und wo die Mieten von Hartz-IV-Beziehern »gedeckelt« werden dürfen. Besonders häufig stellt sich diese Frage in München.

Bevor Friedrich Wilhelm Voigt im Jahre 1906 in eine Hauptmannsuniform schlüpfte, um die Stadtkasse von Köpenick zu beschlagnahmen, hatte der legendäre Hochstapler selbst erlebt, wie mächtig Bürokratie sein kann: Als Voigt seinen Coup startete, lebte er illegal in Berlin - und hatte erfahren, wie es ist, wenn wichtige Papiere nicht zu beschaffen sind, weil andere Papiere fehlen. Und dass umgekehrt das Unmögliche geschehen muss, wenn ein Stempel danach verlangt.

An diese Geschichte muss der Münchner Rechtsanwalt Ernst Tandler oft denken, wenn er über seinen Prozessakten sitzt. »Das ist ein Fall wie beim Hauptmann von Köpenick«, sagt er über einen seiner Fälle, »es wird etwas verlangt, was mein Mandant gar nicht bringen kann.«

»Suchen Sie sich eine günstige Wohnung!«

In dem nicht untypischen Fall geht es um einen Hartz-IV-Empfänger in München, der Mann ist seit sieben Jahren arbeitslos und bezieht Arbeitslosengeld II. 536 Eu...

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