Monti in alten Fahrwassern

  • Von Wolf H. Wagner, Florenz
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach der Rückkehr Mario Montis auf die politische Bühne nimmt der Wahlkampf in Italien Fahrt auf. Der Expremier teilte schon aus.

Mit der Erteilung von Ratschlägen an seine politischen Gegner zieht sich Mario Monti immer mehr Unmut zu. Sie mögen »ihre Extreme« ruhigstellen, so der zurückgetretene Regierungschef. Seine Liste beginnt beim Wirtschaftsexperten der Demokratischen Partei (PD), Stefano Fassina, reicht über die Gewerkschafterin Susanna Camusso bis zum Gouverneur von Apulien Nichi Vendola (Linke, Ökologie und Freiheit). Deren Konzepte für eine sozial ausgewogene Entwicklung Italiens seien weder zeitgemäß noch in der gegenwärtigen Phase der Krise umsetzbar.

Auch die Rechte solle ihre Extreme zügeln, erklärte Monti, ohne hier jedoch Namen zu nennen. Mit seiner Kritik an den Konzepten von »rechts« und »links« verfällt Monti in die Terminologie der Democrazia Cristiana der Ära der Christdemokraten vor 20 Jahren. Dass d...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.