Kuba setzt auf Biotechnologie

Hohes Niveau der Arzneimittelforschung

  • Von Leo Burghardt, Havanna
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Als »spektakulär« bezeichnen anerkannte Fachleute die Leistungen kubanischer Forscher auf dem Gebiet der pharmazeutischen Forschung.

Jahrelang hatten der kubanische Mediziner Franklin Sotolongo und eine Handvoll Kollegen experimentiert, um einen wirksamen Impfstoff gegen Meningitis B zu entwickeln. Als Kuba 1985 von einer Epidemie heimgesucht wurde, die viele Kinder das Leben kostete, setzte er sich selbst die erste Spritze. »Nirgendwo in der Welt gab es bis dahin ein diesbezügliches Arzneimittel.« Fortan war es vorhanden. Kuba ist frei von Meningitis, wie es dank eigener Forschungen auch frei ist von 13 anderen Krankheiten, die anderswo tödliche Plagen sind. Von 1393 neuen Medikamenten, die von 1975 bis 2005 weltweit hergestellt und freigegeben wurden, dienten nur 16 dem Kampf gegen tropische oder andere in Entwicklungsländern vorherrschende Krankheiten.

Seit Mitte der 80er Jahre hat Kubas Regierung Milliarden in Gentechnik und Biotechnologie gesteckt. Im Januar 1992, als für das Land mit riesigen Wirtschaftsproblemen die schwierigste Etappe begann, forcierte Fi...


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