Ein Donnerstag wie bei den Nazis?

CDU-Rechtsausleger wirft Vegetarier und Hitler-Faschisten in einen Topf

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der Münsteraner CDU-Politiker Josef Rickfelder (Eigenwerbung: »kompetent und zuverlässig«) wettert gegen die Kampagne »Donnerstag ist Veggietag«, die Menschen überzeugen will, zumindest einmal pro Woche auf den Verzehr toter Tiere zu verzichten. Rickfelder fühlt sich an den Eintopftag der Nazis erinnert. Parteifreunde wie Fleischgegner sind nicht amüsiert.

Godwins Gesetz besagt: Im Verlaufe einer längeren Debatte steigt die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Diskutanten zum Nazi-Vergleich greift, auf 100 Prozent. »Eine Vorhersage auf Grund der Erfahrung«, kommentiert Wikipedia das von dem Autor und Juristen Mike Godwin im Jahr 1990 formulierte Gesetz. Dass jeder Nazi-Vergleich – wer war brutaler, mörderischer, repressiver als die Nazis? – immer neben der Spur liegt, zumindet das ist gewiss.

Zuletzt schien das Phänomen ein wenig aus der Mode gekommen zu sein. Doch bis Münster hat sich das bisher noch nicht durchgesprochen. In der westfälischen Stadt, einer geschichtspolitischen Sonderzone mit neurotischem Verhältnis zu Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg, wurde 2011 der Veggie-Donnerstag eingeführt. Im Stadtrat stimmte eine knappe Mehrheit dafür, während Landwirte demonstrierten. Ein fle...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 730 Wörter (5306 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.