Christine Wiid 16.01.2013 / Ausland

Invasion vom Zuckerhut

Ein brasilianisches Großprojekt versetzt eine mosambikische Region in Unruhe

Die mosambikische Zivilgesellschaft ist in Aufruhr: Ein Großprojekt bedroht ihrer Ansicht nach die Lebensgrundlage von Kleinbauern einer ganzen Region. Der Kleinbauernverband ORAM, den INKOTA auch mit Hilfe der nd-Spendenaktion unterstützen will, klärt die Betroffenen über ihre Rechte auf und befähigt sie, sich gegen Landraub zu verteidigen.

Im Nacala-Korridor, der fruchtbaren Region zwischen Lichinga nahe der Grenze zu Malawi und der Hafenstadt Nacala, planen Brasilien, Japan und Mosambik ein gewaltiges Landwirtschaftsprojekt nach brasilianischem Vorbild. Erklärtes Ziel der Planer ist es, die Landwirtschaft im Norden Mosambiks »wettbewerbsfähig und nachhaltig« zu gestalten.

Zahlreiche mosambikische Organisationen der Zivilgesellschaft sehen dieses Projekt jedoch sehr kritisch: Sie glauben nicht, dass die Kleinbauern von den geplanten Investitionen profitieren werden. Sie fürchten im Gegenteil, dass das Projekt für sie mit Landverlusten einhergehen wird. UNAC (União Nacional de Camponeses), eine mosambikische Organisation, die die Rechte von Kleinbauern vertritt, hat im November vergangenen Jahres eine Erklärung veröffentlicht. Darin macht die UNAC ihre Befürchtungen deutlich: Landverlust und Vertreibungen, Verarmung der Landbevölkerung, Umweltverschmutzung und St...

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