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Insolvenz abgewendet

Volkstheater Rostock

Die Insolvenz des Rostocker Volkstheaters ist abgewendet. Die Bürgerschaft der Hansestadt fasste am Dienstagabend einstimmig den Beschluss, die Finanzlücke des Theaters für das Jahr 2013 in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro zu schließen. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hatte im November Widerspruch gegen die Einstellung dieser Summe in den städtischen Haushalt für 2013 erhoben. Parallel zu diesem Beschluss wurden nun umfangreiche Finanzkontrollen installiert.

Der jährliche Zuschuss der Stadt ans Volkstheater wurde damit von rund 7,9 Millionen Euro um rund 430 000 Euro erhöht. Zusätzlich erhielt das Volkstheater die Möglichkeit, eine Summe von 867 000 Euro zu nutzen, die eingefroren war, um einen bundesweiten Tarifstreit der Orchestermusiker abzusichern. Für das Jahr 2014 soll der Zuschuss dann um weitere 900 000 Euro wachsen. Nach Einschätzung Methlings könne die Stadt nun gestärkt in die Verhandlungen mit dem Land um die Zukunft der Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern gehen.

Vor der Sitzung hatte die Belegschaft des Volkstheaters mit einer Protestaktion auf ihre prekäre Lage aufmerksam gemacht. Das Tanztheater Bronisav Roznos trommelte auf dem Neuen Markt lautstark auf Ölfässern, im Rathaus spielte die Norddeutsche Philharmonie. Generalmusikdirektor Florian Krumpöck bedankte sich bei der Bürgerschaft für die Unterstützung des Volkstheaters und brachte zum Ausdruck, dass die Existenz des Vierspartentheaters in der Hansestadt kein Selbstzweck sei. dpa

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