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Autobombe, Luftangriff?

Syrien: Unklarheit über Explosion in Aleppo

Damaskus (dpa/AFP/nd). Einen Tag nach der Explosion in der Universität der syrischen Stadt Aleppo ist die Zahl der Toten auf 87 gestiegen. Das berichtete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter am Mittwoch. In der Rebellenhochburg Idlib kamen nach Angaben von Oppositionellen 24 Menschen ums Leben, als drei Autobomben vor Einrichtungen der Regierungstruppen detonierten.

Da die Wucht der Explosion auf dem Universitätsgelände in Aleppo am Dienstag mehrere Menschen regelrecht zerfetzt hatte, konnten viele Opfer immer noch nicht identifiziert werden. Bei den Toten handelt es sich hauptsächlich um Studenten, Dozenten und Vertriebene, die im Studentenwohnheim Zuflucht gefunden hatten. Über den Tathergang kursieren unterschiedliche Angaben. Während die staatlichen Medien von einer Autobombe sprachen, behaupteten Oppositionelle, die Luftwaffe habe das Universitätsgelände aus der Luft bombardiert. Einer dritten Version zufolge wollten Rebellen über Aleppo ein Flugzeug der Luftwaffe abschießen. Ihre Rakete soll versehentlich auf dem Gelände der Hochschule eingeschlagen sein.

Derweil ist die US-Regierung von einem Bericht des Außenministeriums über einen Einsatz von Chemiewaffen in Syrien abgerückt. Es gebe keine Beweise dafür, dass die syrische Führung neue Maßnahmen zum Einsatz von Chemiewaffen ergriffen habe, erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Tommy Vietor. Das US-Onlinemagazin »Foreign Policy« hatte zuvor unter Berufung auf eine Depesche des US-Außenministeriums berichtet, die syrischen Truppen hätten Giftgas gegen Aufständische eingesetzt.

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