Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus

In der Plagiatsaffäre um Dr. Annette Schavan halten große Teile der akademischen Elite fest zusammen

  • Von Peter Monnerjahn
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Am 22. Januar will die Universität Düsseldorf darüber entscheiden, ob sie ein Verfahren gegen Annette Schavan mit dem Ziel beginnt, der Bundesbildungsministerin den Doktortitel abzuerkennen. Schavan hat viele Kritiker, aber auch eine Reihe von Verteidigern, deren Argumente sind allerdings mehr als dürftig.

Im Mai 2012 war bekannt geworden, dass Plagiatsjäger auch bei Schavans Doktorarbeit fündig geworden waren. Im Oktober wurde dann dem »Spiegel« ein fakultätsinternes Gutachten zugespielt, in dem ein Düsseldorfer Professor zu dem Urteil kommt, dass »eine leitende Täuschungsabsicht« zu erkennen sei. Die Verteidigungen der Ministerin selbst sind an sich schon bezeichnend genug. So beklagt sie u.a., dass die Plagiatsjäger anonym geblieben sind. Daher könne man die Vorwürfe nicht diskutieren. Auf das Düsseldorfer Gutachten reagiert sie besonders böse, weil man es ihr nicht als erster zum Lesen gegeben habe - das sei akademisches Fehlverhalten ersten Ranges. Es sagt einiges über das Niveau und das Selbstverständnis unserer akademischen Eliten, wenn eine Doktorin der Philosophie - noch hat Schavan den Titel ja - ein sogenanntes Quellenargument anführt und damit sagt: Mir passt nicht, (dass ich nicht weiß) woher die Kritik an meiner Arbeit k...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 954 Wörter (6475 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.