Außenpolitik des Friedens

Kriege werden immer politisch gemacht - und sind deshalb auch politisch zu verhindern

  • Von Erhard Crome
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Das Ende des Kalten Krieges brachte keine Ära des Friedens, wie 1989/1990 vielfach erhofft, sondern ein neues Zeitalter der Intervention und imperialer Kriege. Die USA und ihre Verbündeten haben Krieg wieder zu einem »normalen« Mittel der Politik gemacht. Die weltweiten Rüstungsausgaben lagen im Jahre 2010 bei über 1.600 Milliarden US-Dollar; im Falle der USA ist das mehr als eine Verdopplung innerhalb eines Jahrzehnts. Die weltweiten Rüstungsausgaben liegen um ein Drittel höher als am Ende der Blockkonfrontation. Über 60 Prozent dieser Ausgaben entfallen auf die NATO. Die »Neue Weltordnung«, die Präsident Bush sen. mit dem Golfkrieg Anfang der 1990er Jahre postulierte, zielte auf die Verfügung über Rohstoffe, vor allem über Erdöl und Erdgas, und auf die Kontrolle strategischer Räume. Mit den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen wurde diese Linie fortgesetzt. Nach dem Scheitern in Irak und Afghanistan hat US-Präsi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.