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Kindern Toleranz beibringen

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Darf Pippi Langstrumpfs Vater noch ein »Negerkönig« sein, die Kinder in Ottfried Preußlers »Kleine Hexe«sich sich zur Fasenacht noch als »Negerlein« verkleiden? Die verantwortlichen Verlage finden Nein und haben die N-Wörter daher aus den Kinderbüchern verbannt. Die Debatte um das Für und Wider dieses Schritts hat in der abgelaufenen Woche auch die Blogger-Szene beschäftigt. Auf fuckermothers.wordpress.com fordert die Bloggerin Lisa Malich »Rassismus raus aus Kinderbüchern« und verweist auf einen Beitrag ihrer Kollegin Juliana Goschler. Die hatte schon vor Monaten in einem Kommentar zur Debatte über rassistische Wörter in Kinderbüchern die pädagogische Intention vorgegeben. Die »begrenzte Zeit«, die Eltern zur Verfügung stehe, »den Kindern Toleranz und kritisches Bewusstsein beizubringen, sollte gut genutzt sein... Es lohnt sich deswegen eher, von vornherein ein Kinderbuch ohne rassistischen Inhalt zu wählen«, schrieb sie auf drmutti.wordpress.com.

Die Zeitungskrise beschäftigte in der vergangenen Woche weiterhin das Internet. Dass der Qualitätsjournalismus vor die Hunde geht, wird allenthalben beklagt. Der Journalist Christian Jakubetz meint, eine der wahren Ursachen des Sittenverfalls gefunden zu haben: die prekäre Situation der freiberuflich tätigen Journalisten. Auf www.blog-cj.de schreibt er: »Es ist ja tatsächlich so: Es gibt kaum eine Branche, in der die Sitten so heruntergekommen sind wie in unserer. Man merkt das immer dann, wenn man sich mit Angehörigen anderer Berufsgruppen unterhält. Wenn man beispielsweise heute einen Rechtsanwalt oder Steuerberater mit irgendetwas beauftragt, dann ist es üblich, dass Letztere einen durchaus ansehnlichen Vorschuss erhalten. Lustige Vorstellung: Man gehe heute als Freiberufler zu einer Redaktion, schlage ein Thema vor, werde damit angenommen - und sage dann dem Gegenüber am anderen Ende des Schreibtisches, man fange auch sofort an zu recherchieren, sobald der Vorschuss auf dem Konto eingegangen ist. Die Prognose ist nicht allzu gewagt, dass aus diesem Auftrag nichts werden wird.«

War noch was? Ach ja: Die Augstein-Broder-Spirale dreht sich weiter. »taz«-Kolumnist Deniz Yüzel sprang auf www.taz.de (»Mit fettarschiger Selbstzufriedenheit«) Henryk M. Broder bei. Bei dem »Spiegel«-Kolumnisten Jakob Augstein, dem vom Simon-Wiesenthal-Center antisemitische Töne vorgeworfen werden, »findet sich alles, was den zeitgenössischen Antisemitismus ausmacht: Von der manisch-obsessiven Beschäftigung mit Israel bis zu den einseitigen Schuldzuweisungen, die Israel als Weltbrandstifter erscheinen lassen; von einer Allmacht, die Israel (oder der ›jüdischen Lobby‹ in den USA) unterstellt wird, bis zu Phantasien darüber, an welchen Schweinereien Israel alles beteiligt ist.«

Zusammengestellt von: Jürgen Amendt

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