Leo Burghardt, Havanna 21.01.2013 / Ausland

Reisefreiheit à la cubana

Das neue Gesetz kommt Kubas Bewohnern entgegen

Seit einer Woche sind sie in Kraft: Die neuen Reisebestimmungen in Kuba. Mit der im Oktober vergangenen Jahres angekündigten Gesetzesänderung wird die Ausreise für kubanische Bürgerinnen und Bürger erheblich erleichtert.

»Das ist wirklich substanziell, das ist nichts Kosmetisches«, sagt Eduardo Corona, Ingenieur bei der Staatlichen Telefongesellschaft ETECSA. Er hatte sich unter seine Mitbürger gemischt, die vor einer der landesweit 195 Dienststellen für Pass- und Reiseformalitäten saßen und warteten, dass sie an die Reihe kommen. Nur wenig mehr Leute als normalerweise ohne die sehnlich erwarteten neuen Reisebestimmungen vor diesen Lokalen ausharren. Corona war nur gekommen, »um mal zu sehen, wie das klappt«. Er hat einen gültigen Pass, könnte also sofort losfliegen, »wenn ich das Visum für das Land hätte, wohin ich reisen möchte.« Keine »weiße Karte« mehr für die Aus- und Wiedereinreise (kostete umgerechnet etwa 160 Dollar), kein »Einladungsschreiben« mehr (200 bis 250 Dollar), unbegrenzter Aufenthalt im Ausland für 24 Monate, ohne eine Verlängerung einholen zu müssen. Bisher gestattete Kuba nur elf Monate - ab dem zweiten Monat war es erforderlich, Monat für Monat beim jeweilig zuständigen kubanischen Konsulat für den nächsten Monat eine Verlängerung einzuholen und 150 Dollar bezahlen zu müssen, also insgesamt 1500 Dollar.

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