Eine Stadt aus Holz und Sonne

Auf einem ehemaligen Militärgelände in Oberbayern entsteht eine energieneutrale Mustersiedlung

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Im bayerischen Bad Aibling war lange die US-Armee stationiert. Heute entwickelt dort ein Immobilienunternehmen auf 70 Hektar eine Nullenergiesiedlung mit 72 000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche.

Das kleine Gebäude mit seiner Wandverkleidung aus Holzschindeln sieht aus wie eine Kapelle oder eine ungewöhnliche Autogarage: Mit rechteckigem Grundriss, sehr schmalen hohen, schießschartenähnlichen Fenstern, einer Abluftvorrichtung auf dem Dach und einem großen Tor. Entworfen hat den auch »Heizikone« genannten Kubus der italienische Architekt Matteo Thun, inspiriert von der St.-Veit-Kapelle in Südtirol. Die Fassade, so Thun in einer Stellungnahme, lasse das Innenleben nur erahnen und belasse die Technik im Inneren als etwas Besonderes. Die Technik im Inneren - das ist eine Verbrennungsanlage für Holzhackschnitzel, mit der die Gebäude hier auf dem Parkgelände im Bad Aiblinger Stadtteil Mietraching geheizt werden. Denn auf diesem ehemaligen Militärgelände in Oberbayern entsteht derzeit eine Mustersiedlung mit Null-Energie-Häusern und innovativer Holzarchitektur.

Das energiesparende Wohnen der Zukunft wird auf geschichtsträchti...


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