Gebremster Eifer

Schwarz-Gelb nahm sich für Gebäudesanierung viel vor - und hinterlässt im Herbst eine Baustelle

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Für ihr Bekenntnis zu Klimaschutz und Gebäudesanierung hat die schwarz-gelbe Koalition bei Amtsantritt 2009 viel Lob geerntet. Die Vorschusslorbeeren allerdings sind mit den Jahren längst verdorrt.

Es klang wie eine Siegesmeldung: Grünes Licht für ein Zuschussprogramm von 300 Millionen Euro, mit dem der Bund private Hausbesitzer nochmals anreizen will, ihre Häuser energetisch zu sanieren. »Dies ist ein guter Tag für den Klimaschutz, die Bürger, das Handwerk und den Mittelstand«, jubelte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Norbert Barthle, vorige Woche. Natürlich nicht ohne auf den »Skandal« hinzuweisen, dass die rot-grün geführten Länder »aus fadenscheinigen Gründen« über ein Jahr lang eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung blockiert und letztlich zum Scheitern gebracht haben - was freilich aus durchaus nachvollziehbaren Gründen mit den finanziellen Belastungen für die Länder zu tun hat.

In seinem Jubelschrei »vergaß« Barthle andererseits völlig zu erwähnen, dass die von der Union geführte Bundesregierung für die C02-Gebäudesanierung im Jahr 2009 noch 2,2 Milliarden Eu...


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