Wege aus der Verengung

Die Schriftsteller Ingo Schulze und A. L. Kennedy diskutierten im Schatten des Kanzleramts

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung veranstaltet dieses Jahr »Europäische Begegnungen« unter Autoren, um Rückzügen in nationale Verengungen zu widerstehen. Mittwochabend treffen sich dazu in der Akademie der Künste am Pariser Platz vor vollem Haus die britische Schriftstellerin A. L. Kennedy (Jg. 1965) und ihr deutscher Kollege Ingo Schulze (1962). Neben Erfahrungen ihrer Arbeit ruft Moderatorin Sigrid Löffler das Auftreten von Autoren als »public intellectuals«, die selten gewordene Nachbarschaft von Politik und Literatur, auf.

So unterschiedlich das Werk, so seelenverwandt die Haltung der Künstler: Als Schottin aus Dundee blickt Kennedy kritisch auf England, als gebürtiger Dresdner gilt Schulze als einer der hellsichtigsten Chronisten der deutschen Nachwende. Beieinander sind beide in der Auffassung, dass aus dem Öffentlichkeits-Privileg des Schriftstellers seine Öffentlichkeits-Verantwortung wächst.

Alison ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.