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Ausreisewillige wurden diskriminiert

Schwerin (dpa/nd). Ein Zufallsfund bei der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Mecklenburg-Vorpommern könnte einstigen DDR-Ausreiseantragsstellern bald die berufliche Rehabilitierung bringen. Bei Forschungen zur »innerdeutschen Grenze« sei eine Richtlinie der Stasi von 1977 zum arbeitsrechtlichen Umgang mit Ausreisewilligen aufgetaucht, berichtete die Landesbeauftragte Marita Pagels-Heineking am Freitag in Schwerin. Daraus gehe hervor, dass Antragsteller genötigt wurden, Kündigungen zu schreiben, aus denen ein Zusammenhang mit der beantragten Ausreise aber nicht sichtbar werden durfte. Die Ausreisewilligen seien dann oft jahrelang arbeitslos gewesen oder hätten schlecht bezahlte Jobs annehmen müssen. Diese Jahre hätten vor allem Auswirkungen auf ihre Rentenansprüche.

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