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Erinnern!

80 Jahre Machtantritt der Nazis. 68 Jahre Befreiung von Auschwitz.

Berlin (nd). Mirga Aniela starb 1942 im Alter von 27 Jahren im Vernichtungslager Auschwitz, nur fünf Monate, nachdem sie von den Nazis dorthin verschleppt wurde. Festgehalten ist ihr Gesicht von Wilhelm Brasse, der als Häftling zum Lagerfotograf wurde - und dessen Bilder der in Berlin lebende Künstler Erik Schiemann wiederum in seiner Fotoarbeit vor dem Vergessen bewahrt.

Am 30. Januar 1933 begann mit dem Machtantritt Hitlers in Deutschland ein Terror, der am 27. Januar 1945 mit der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz noch nicht zu Ende war. Es gab den großen und kleinen Widerstand gegen das NS-Regime - aber es gab auch die Gefolgschaft von Millionen Deutschen. Es gibt heute ein Gedenken an die Opfer der Nazibarbarei - aber es gibt auch zehntausende Überlebende, die nach ihrem unsagbaren Leiden in Armut leben müssen, weil die Mühlen der Entschädigung langsam mahlen.

80 Jahre Machtantritt der Nazis, 68 Jahre Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz - zu kommenden Jahrestagen wird es kaum noch Überlebende geben, deren Zeitzeugenschaft der dringenden Mahnung ein Gesicht geben könnte.

Die Frage, wie ein aktives Erinnern danach aussehen kann, wird von Historikern schon länger diskutiert. Erik Schiemann hat versucht, sie auf andere Weise zu beantworten - in seiner fotografischen Arbeit, die sich seit vielen Jahren den Überlebenden zuwendet.

Eine Auswahl seiner Bilder erscheint in der Wochenend-Ausgabe des »nd« - neben Texten, die an die Opfer des NS-Regimes, die Würde der Überlebenden, den Widerstand gegen die Faschisten und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte erinnern.

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