Hamburg und die furchtbaren Richter

Ausstellung zur NS-Militärjustiz im Rathaus

  • Von Reinhard Schwarz, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Täter konnten nach dem Krieg ihre Karriere fast bruchlos fortsetzen, die Opfer galten als vorbestraft: Deserteure, die von Militärrichtern der Wehrmacht zum Tode verurteilt worden waren und überlebt hatten. Im Hamburger Rathaus informiert derzeit eine Ausstellung über die Militärjustiz in der Hansestadt.

Sie galten als »Feiglinge« und »Wehrkraftzersetzer«: Deserteure und all jene, die offen Zweifel am Sinn des Krieges äußerten. Rund 30 000 Männer und Frauen wurden von der deutschen Militärjustiz im Zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt und hingerichtet, darunter auch Menschen aus den besetzten Gebieten. Eine aktuelle Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erinnert im Hamburger Rathaus noch bis zum 15. Februar an dieses dunkle Kapitel der deutschen Rechtsgeschichte. Der Titel: »Deserteure und andere Verfolgte der NS-Militärjustiz - Die Wehrmachtsgerichtsbarkeit in Hamburg«.

Der Fall Romeik

Ein Opfer der Militärjustiz war Willi Romeik, der am 23. Dezember 1941 im Hamburger Untersuchungsgefängnis im Alter von 24 Jahren durch das Fallbeil hingerichtet wurde. Das »Verbrechen« des Heizers auf dem Frachter »Anna Rehder«, der Wehrmachtsgüter transportierte: Der Seemann hatte unter Alkohol zwei Besatzungsmitglieder angegriffen,...

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