Karin Leukefeld, Damaskus 31.01.2013 / Politik

Wer hilft bedürftigen Syrern?

Schlangen vor Bäckereien in Damaskus und in Flüchtlingslagern

In Kuwait trafen sich am Mittwoch Vertreter von 59 Staaten zur ersten Geberkonferenz für syrische Kriegsflüchtlinge. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, die Bundesrepublik stelle weitere 10 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit. Gestritten wird darüber, wer die Hilfsgüter verteilen soll. Den Bedürftigen dürfte das am wenigsten wichtig sein.

Es ist noch tiefe Nacht, als sich Nabil und Aziz auf den Weg zum Bab-Srijeh-Markt vor den Toren der Damaszener Altstadt machen. Wenig später reihen sie sich in eine lange Schlange von Männern ein. Geduldig und in sich gekehrt, warten sie vor der staatlichen Bäckerei, die um 4 Uhr mit dem Verkauf beginnt.

Seit 2 Uhr haben die Bäcker Teig zubereitet und die Maschinen - made in Germany - eingestellt, auf deren Bändern die Brotfladen bis auf den Verkaufstisch transportiert werden. Durch ein kleines Fenster verteilen sie die noch heißen Brote in großen Mengen an die Wartenden. 1800 Gramm, neun Brote, kosten 15 Syrische Pfund, umgerechnet 15 Cent.

An diesem Morgen warten die beiden Kollegen zwei Stunden. Die vielen Inlandsvertriebenen, die in Damaskus Schutz suchen, fordern die kleine Bäckerei enorm. Brot ist das wichtigste Lebensmittel in der arabischen Welt, bei keiner Mahlzeit darf es fehlen. »Wer Geld hat und nicht so lang...

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