Christian Jakob 08.02.2013 / Politik

Menschliches Strandgut des Libyen-Krieges

Das UN-Flüchtlingshochkommissariat will den in Tunesien Ausharrenden Starthilfe geben - doch wohin sollen sie?

Sechs Tage hatten sie ausgeharrt, am vergangenen Sonnabend endete ihr Protest. Rund 100 afrikanische Flüchtlinge hatten das Büro des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) belagert. Die aus Tschad, Sudan, Liberia, Elfenbeinküste, Äthiopien und Nigeria stammenden Männer und Frauen fordern, in ein sicheres Land ausreisen zu können. »Wir haben nicht aufgegeben oder kapituliert«, schrieben sie in einer Erklärung, bevor sie in das rund 400 Kilometer entfernte provisorische Camp Choucha zurückreisten.

In dem Wüstenlager sitzen die Flüchtlinge seit rund zwei Jahren fest. Sie sind die letzten von vielen tausend Flüchtlingen, die nach dem Aufstand gegen Muammar al-Gaddafi aus Libyen geflohen waren. Die meisten reisten nach und nach in ihre Heimatländer. Die übrigen wurden vom UNHCR darauf überprüft, ob es sich um sogenannte »Persons of concern« im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention handelt. Rund 2500 wurden als Flüchtlin...

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