Lauter kleine Höllen

Ausstellung zum Ulrich-Seidl-Kosmos in der C/O-Galerie

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Was ist das Paradies? Ein Schule für Dialektiker, die wissen: das uns versprochene Heil ist immer ein Unheil. So zieht Ulrich Seidl dann beharrlich den Vorhang beiseite. Auf der Bühne läuft das Spiel von heiler Welt. Aber es zeigt uns lauter beschädigte Seelen. Wir blicken in Seidls Filmen auf kaputte Typen, die so normal sind wie wir selbst. Das scheint natürlich beunruhigend.

Heute wird im Berlinale-Wettbewerb der dritte Teil der »Paradies«-Triologie von Ulrich Seidl gezeigt. Dieser dritte Teil heißt »Hoffnung«. Die vorangegangenen waren »Liebe« und »Glaube« und wurden bei den Filmfestspielen in Venedig und Cannes uraufgeführt. Vier Jahre arbeitete Seidl daran - und was er in dieser Zeit drehte, das passte dann doch nicht alles in einen Film, so wie geplant. Also schnitt er aus dem Material drei Filme, die alle auf eine bestimmte Weise miteinander zu tun haben und doch für sich stehen.

In »Liebe« sahen wir Teresa allei...


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