Deutsche Filme fördern?

Luc Jochimsen über deutsche Filme, Talente und falsche Filmförderung

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

nd: Der deutsche Film hat erneut Marktanteile verloren. International hat er es recht schwer. Was sind die Gründe hierfür?
Jochimsen: Aus meiner Sicht ist es nicht erstaunlich, dass die Marktanteile gesunken sind. Die Geschichten im deutschen Film sind für mich immer weniger interessant. Doch Margrethe von Trottas interessanter Film »Hannah Arendt« schlägt sich, was Marktanteil oder Publikum betrifft, besser, als ich gedacht habe.

Aus Österreich kommen hervorragende Filme, etwa von Ulrich Seidl oder Michael Haneke.
Aus dem kleineren Nachbarland, ja. Vielfältigere Filme vor allen Dingen. Ulrich Seidl hat soeben einen großartigen Film vorgelegt. Ich habe manchmal den Eindruck, deutsche Filmemacher geben sich zu schnell zufrieden mit einer Geschichte.

Abgesehen von wenigen Regisseuren, die international angesehen sind, wird der deutsche Film oft als behäbig, schwerfällig und humorlos wahrgenommen. Warum ist das so?
Ja...



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