Werbung

Ermittlungen gegen BND-Mann eingestellt

Staatsanwaltschaft dementiert Bericht des »Spiegel« teilweise

Berlin (dpa/nd). Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen gegen einen ehemals ranghohen Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) eingestellt. Die Behörde hatte dem Magazin »Der Spiegel« zufolge unter anderem wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz gegen den Mann ermittelt. »Die durchgeführten Ermittlungen haben keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten des Beschuldigten ergeben», teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Ein BND-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Der Dienst äußere sich grundsätzlich nicht zu Personalangelegenheiten.

Nach »Spiegel«-Angaben geht es um den früheren Leiter der BND-Verbindungsstelle 61 in Mainz. Sie habe die Aufgabe, Kontakt zu ausländischen Streitkräften und zur Außenstelle des US-Nachrichtendienstes CIA in Wiesbaden zu halten. Angeblich sei der BND-Mann dort auch für die Schießausbildung zuständig gewesen.

Der »Spiegel« hatte auch von Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer bewaffneten Gruppe berichtet. Diese habe es einem Sprecher der Anklagebehörde zufolge allerdings nicht gegeben. Der Anwalt des früheren BND-Mitarbeiters hatte nach Darstellung des Magazins erklärt, es gehe um eine »bösartige Intrige« der Vorgesetzten seines Mandanten. Sie habe das »Soldatische« des altgedienten BND-Mitarbeiters abgelehnt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln