Benjamin Beutler 09.02.2013 / Geschichte

Kampfanzug und Papageienschaukel

Ein unbekanntes Kapitel der Militärdiktatur in Brasilien: Junta rekrutierte Indigene als Hilfspolizisten

Der Film ist ohne Ton und doch beredt: Anfang November 1971 in Brasilien. Belo Horizonte, Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais im Südosten des Landes. Das Militär regiert mit eiserner Hand. In Kampfuniform, mit Springerstiefeln, den Arm zum Führergruß in den blauen Himmel gereckt marschieren Angehörige vom Stamm der Maxacali, Carajá, Xerente und Kraho am Innenminister der machthabenden Militärjunta, José Costa Cavalcanti, vorbei. Zwei Mitglieder der frisch gegründeten »Indigenen Landwache« (GRIN) tragen einen »Pau de Arara«. Dicht über dem Asphalt baumelt, an einen Ast gebunden, Kopf nach unten, ein Mann. Schon die portugiesischen Kolonialherren hatten diese Foltermethode der »Papageienschaukel« genutzt zur Bestrafung von Sklaven, um an Informationen zu kommen oder Widerstand zu brechen.

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