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Harte Winter setzen Gebäuden zu

Frostschäden

Bei strengem Frost denken viele an Sibirien denn an Deutschland - denn wir haben das Glück, in einer eher gemäßigten Klimazone zu leben. »Das könnte sich ändern«, warnt ERGO-Versicherungsexpertin Tanja Cronenberg.

»Viele unterschätzen die Folgen einer längeren Frostperiode - und schützen Haus oder Wohnung daher nicht ausreichend«, so die Expertin. Vor allem Leitungsrohre und Heizungen sind gefährdet. Durch sie fließt Wasser, dessen Volumen sich beim Gefrieren um neun Prozent erhöht. »Vielfach halten die Rohre diesem Druck nicht stand«, so Tanja Cronenberg. »Taut das Eis, läuft das Wasser aus dem Leck in Mauern und Räume.« Wer über eine Wohngebäudeversicherung verfügt, hat sich gegen diese Gefahren finanziell gewappnet: Sie schützt Eigenheimbesitzer, wenn das Risiko »Leitungswasser« eingeschlossen ist. Eine Hausratversicherung übernimmt Schäden an der Einrichtung - sofern der Vertrag Leitungswasserschäden beinhaltet. Auf Nummer sicher geht, wer gezielt vorbeugt.

Heizung nie ganz ausschalten

Die erste Maßnahme: Die Heizung im Winter nie vollständig abschalten - auch nicht, wenn die Bewohner im Winterurlaub sind. Um Frostschäden zu vermeiden, genügt es in der Regel, die Heizung auf kleiner Stufe zu betreiben. »Bei heftigem Winter reicht die ›Frostwächterstufe‹ meist nicht aus«, so die Expertin. Bei längerer Abwesenheit sollte man Freunde oder Nachbarn bitten, regelmäßig nach der Heizung zu sehen. So bleiben ein Defekt oder Ausfall nicht unbemerkt. Andere Leitungen sollten bei Nichtbenutzung entleert und geschlossen werden. »Das gilt für unbenutzte Heizkörper und -leitungen sowie Außenwasserhähne.

Was tun bei eingefrorener Leitung?

Ist eine Leitung trotzdem zugefroren, sollte deren Wasserversorgung gesperrt werden. Dann die Leitung vorsichtig mit heißem Wasser, Heizmatten oder Heizlüftern auftauen. Wichtig ist die Richtung: Immer vom geöffneten Hahn in Richtung der blockierten Strecke hin auftauen, damit die Leitung nicht platzt. Zum Schluss alle Wasserverbraucher abschalten. Läuft der Wasserzähler dennoch, könnte es einen Riss in den Leitungen geben. Um die undichte Stelle genauer zu lokalisieren, muss man alle Wasserverbraucher einzeln durchgehen und den Wasserzähler im Auge behalten. Zählt dieser nämlich mit, ohne dass Wasser an der Verbrauchsstelle ankommt, hat die Leitung ein Leck. »Erhitzen sich die Rohre zu schnell, können sie platzen«, warnt die ERGO-Expertin und rät: »Wer das Risiko nicht eingehen will, sollte einen fachkundigen Installateur hinzuziehen.«

www.ergo.com/verbraucher

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