Anja Krüger, Köln 13.02.2013 / Bewegung

Linke Pappnasen in Köln

Seit Jahren veranstalten Aktive einen kleinen explizit politischen Zug vor dem offiziellen Rosenmontagzug

Fast gehören sie schon zum Inventar des Kölner Rosenmontagsumzuges, die »Pappnasen Rotschwarz«. Die Politaktiven veranstalten schon seit einigen Jahren ihren kleinen Zug vor dem offiziellen Rosenmontagzug. Umverteilung und soziale Gerechtigkeit sind ihre Themen.

Der Zoch vor dem Zoch

Die Karnevalisten auf der Zuschauertribühne im Kölner Severinsviertel warten geduldig auf den Rosenmontagszug, der in einer halben Stunde kommen soll. Vor der Tribüne hält eine Fahrradrikscha. Darin sitzt ein Mann im Anzug, auf seiner hohen Mütze steht »Aldi«. Er hat eine Angel in der Hand. Damit hält er dem als Aldi-Verkäuferin verkleideten Fahrer mit der blonden Perücke eine Wurst vors Gesicht. »Sechs Euro Stundenlohn«, ruft er den Wartenden zu und zeigt auf den Fahrer. »Ist das nicht herrlich?« Verdutzt schauen die Karnevalisten der wegfahrenden Rikscha nach.

Thomas Pfaff hat sich an diesem klirrend-kalten Vormittag als Aldi-Eigentümer Karl Albrecht verkleidet, der reichste Mann Deutschlands. Es ist eines von vielen Kostümen, mit denen sich mehr als 150 »Pappnasen Rotschwarz« dem Publikum präsentieren. »Umfairteilen! Umfairteilen!«, rufen als Bankmanager, Millionäre oder Robin Hoods Verkleidete. »Robin Hoods aller Länder – ...

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