Geschlossene Gesellschaft

Viele Filme des Forums sparen das Politische aus

»Za Marksa...« - »Für Marx...«: der Titel könnte dem gleichnamigen Buch von Louis Althusser entlehnt sein. Für einen russischen Film von heute ist er gewiss ungewöhnlich. Aber im Vorspann ließ schon der Name eines der drei Produzenten aufmerken: Gleb Alejnikov. Er war zusammen mit seinem 1994 bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommenen Bruder Igor seit den 80er Jahren ein führender Vertreter des »Parallelen Kinos«. Ihre frühen experimentellen Kurzfilme waren von der russischen Konzeptkunst beeinflusst. Auch in Deutschland bekannt wurden sie 1992 mit einer Parodie auf Iwan Pyrjews populäre propagandistische Komödie »Traktoristen« von 1939. Igor Alejnikov begründete die selbstverlegte Filmzeitschrift »Cina Fantom«. Wenn jetzt »Za Marksa...« von einem Studio gleichen Namens ironisch als »Neo Sowjetischer Film« präsentiert wird, verweist das auf eine Anknüpfung an jene Traditionen.

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