Zyprer wählen Weg aus der Krise

Neuer Präsident soll den Inselstaat aus der Finanznot befreien

  • Von Christiane Sternberg, Nikosia
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Eine halbe Million Zyprer sind am Sonntag zur Wahl eines neuen Präsidenten aufgerufen. In den Umfragen liegt der konservative Nikos Anastasiadis vorn.

»Die Krise verlangt nach Führung!« Mit diesem Slogan zieht der aussichtsreichste Präsidentschaftskandidat der Republik Zypern in den Wahlkampf. Nikos Anastasiadis von der konservativen Demokratischen Gesamtbewegung (DISY) vereint laut Umfragen rund 40 Prozent der Stimmen auf sich. In der prekären finanziellen Situation des Landes trifft die Entschlossenheit und Stärke, mit der er sich präsentiert, offenbar den Nerv der Wähler. Die Situation in Zypern, das seit 2004 Mitglied der EU ist und 2008 den Euro einführte, hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch gewandelt. Die Arbeitslosigkeit schnellte auf 23,8 Prozent. Der Bausektor liegt am Boden, ganze Ladenzeilen stehen leer und die Zahl der bedürftigen Familien steigt. Das sind die ersten Opfer der drastischen Sparmaßnahmen, die Zypern zur Konsolidierung des maroden Haushalts ergreifen muss. Dennoch reicht das Geld nur noch bis März, dann ist der Staat bankrott und kann weder Geh...


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