Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Welches Syrien ist gemeint?

MEDIENgedanken: Wahrnehmung des Syrienkonflikts

  • Von Karin Leukefeld
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

»Damaskus wird brennen. In ganz Syrien wird gekämpft. Selbst in der eigenen Wohnung ist niemand sicher. Menschen werden gedemütigt, verschleppt, auf offener Straße getötet. Das ist Syriens Alltag.«

Mit diesen Worten wird ein ganzseitiger Beitrag des syrischen Schriftstellers Fawwaz Haddad eingeleitet, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung kürzlich (5.2.2013) veröffentlichte. Was folgt ist eine fulminante Klage, die der Schriftsteller geradezu wie einen Fluch über seine Heimat schleudert. Schockiert und zornig beschreibt Haddad in seinem Essay Bilder, die Internet und Fernsehsender seit Monaten in alle Welt ausstrahlen und auf denen »Häuser, Bäckereien, Moscheen und Kirchen zerstört werden. Scharfschützen verschonen weder Kinder noch Frauen, noch alte Menschen, Bomben fallen auf Felder, Bäume und Vieh.« Für Haddad sind die Verantwortlichen dieses Elends klar. Es sind die vom Staat gezüchteten »hasserfüllten Milizen« und eine A...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.