Moderner Stoiker

Vor 15 Jahren starb Ernst Jünger. Jörg Magenau wagt die biographische Anverwandlung

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Ernst Jünger galt lange als der »ewige Stoßstruppführer« unter den deutschen Literaten. Aber dies ist weniger als die halbe Wahrheit. Spätestens seit Heimo Schwilks kongenialer Biographie »Ernst Jünger - ein Jahrhundertleben« (Piper) wissen wir vom strengen Chronistendienst an einer aus den Fugen geratenen Zeit. Denn an den Bruchrändern der Geschichte wuchern mörderische Ideologien. Ernst Jünger gehörte nach dem ersten Weltkrieg zweifellos zu den militantesten Feinden der Weimarer Republik. Kein Nazi, aber was er im Umkreis der »Standarte« schrieb, war voller Hass und Gewalt gegen einen Frieden, der in seinen Augen ein fauler sein musste.

Die weiteren siebzig Jahre seines Lebens waren Einübung in die Niederlage, ein Kultivieren des Zivilen. Aus dem »Krieger«, der sich modernen »Stahlgewittern« (welch großartig mythisches Bild für die naturhafte Gewalt der Vernichtungstechnik des 20. Jahrhunderts!) ausgesetzt sah, wurde ein »Wa...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1029 Wörter (6790 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.