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Ex-Teldafax-Vorstände angeklagt

Verdacht auf vorsätzliche Insolvenzverschleppung

Berlin (AFP/nd). Nach anderthalbjährigen Ermittlungen ist gegen drei ehemalige Vorstände des insolventen Stromanbieters Teldafax Anklage erhoben worden. Die Anklage gegen Michael Josten, Klaus Bath und Gernot Koch laute auf »Insolvenzverschleppung, in vier Fällen Bankrotthandlungen und in 241 Fällen gewerbsmäßigen Betrug«, teilte die Staatsanwaltschaft Bonn am Freitag mit. Teldafax hatte im Juni 2011 Insolvenz angemeldet. Gemessen an der Gläubigerzahl von 500 000 gilt der Fall als das größte Insolvenzverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik.

Gegen die Angeschuldigten bestehe der »hinreichende Verdacht der vorsätzlichen Insolvenzverschleppung«, erklärte die Staatsanwaltschaft Bonn. Demnach waren die Teldafax Holding AG und deren Tochtergesellschaften Teldafax Services GmbH und Teldafax Energy GmbH spätestens seit Mitte 2009 zahlungsunfähig. Erste Berichte über eine Überschuldung im Herbst 2010 hatte das Unternehmen aber noch vehement zurückgewiesen.

Viele Teldafax-Kunden hatten für ihren Strom Vorauszahlungen an das Unternehmen geleistet, für die sie nach der Pleite keine Gegenleistung mehr erhielten. Teldafax hatte sich einen Namen als Billiganbieter von Strom und Gas gemacht. Das Geschäftsmodell sah vor, dass Kunden dank spezieller Angebote günstig Energie bezogen, dafür aber Vorauszahlungen leisten mussten.

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