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Müde vom Ringen

Beim Internationalen Olympischen Komitee stehen die Zeichen auf Wachstum, die Sportart Ringen passt nicht mehr ins Programm

  • Von Jirka Grahl
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die Empfehlung der IOC-Exekutive, Ringen den Status der »olympischen Sportart« zu entziehen, sorgt für viel Empörung. Auch bei den Olympischen Spielen geht es seit Jahrzehnten um stetes Wachstum. Dass Sportarten wie Wakeboard oder Rollersport womöglich traditionelle Sportarten wie Ringen verdrängen, ist da nur logisch.

Müde, sehr müde soll Jacques Rogge am Mittwoch gewirkt haben, als er in Lausanne vor die Presse musste und die Empfehlung der IOC-Exekutive, Ringen aus dem Programm zu nehmen, zu verteidigen hatte. Präsident des Internationalen Olympischen Komitees - das ist nicht immer ein leichtes Amt, wie es der Belgier seit 2001 immer wieder erlebt hat. Auch in Rogges Abschiedsjahr hat sich da wenig geändert. Was also sollte er zum Ringer-Ausschluss schon anderes sagen als: »Wir wussten, dass wir Kritik einstecken müssen, egal, welche Sportart es erwischt«?

Es kommt ja auch nicht allzu oft vor, dass sich das IOC entschließt, einer Sportart den Status »olympisch« zu entziehen, in der jüngeren Geschichte jedenfalls nur ein einziges Mal. 2001 ereilte die Baseballer und Softballerinnen der olympische Ausschluss, 2004 waren sie in Athen das letzte Mal dabei.

1976 war es Kanuslalom, das nach den Spielen von München eine Pause einlegen muss...


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