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Kein Herz für Kinder

Vorwürfe gegen Interventionstruppen in Afghanistan / ISAF weist Schuld den Taliban zu

  • Von Marcus Bensmann, Bischkek
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Führung der internationalen Einsatztruppe ISAF räumt ein, dass ihre Operationen erneut Zivilisten das Leben gekostet haben könnten. Nach afghanischen Quellen sollen Kinder unter den Opfern sein. Präsident Karzai beschwerte sich bei der NATO.

Wieder sind im Afghanistankrieg ganz offensichtlich Kinder getötet worden. »Es könnte während einer Partneroperation von US- und afghanischen Streitkräften zivile Opfer bei der Operation in der Provinz Kunar gegeben haben«, räumte ein ISAF-Sprecher auf dapd-Anfrage am Freitag zumindest ein. Zuvor hatten afghanische Behörden berichtet, dass am Mittwoch zehn Zivilisten, unter ihnen auch Kinder, einem US-Luftangriff in der nordöstlichen afghanischen Provinz zum Opfer gefallen seien. Die Attacke habe Taliban-Kämpfern gegolten.

»Solche Vorfälle müssen in Zukunft strikt vermieden werden«, verlangte der afghanische Präsident Hamid Karzai laut unabhängigen Rundfunkberichten. Der US-Oberbefehlshaber in Afghanistan, General Joseph Dunford, versprach dem afghanischen Präsidenten eine »vollständige Untersuchung« des Vorfalles.

Anfang Februar hatte ein Bericht der Vereinten Nationen für Aufregung gesorgt, der den US-amerikanischen St...


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