Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Protest gegen Bulgariens Regierung

Premier Boiko Borissow lehnt Rücktritt ab

Sofia (dpa/AFP/nd). Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hat nach Massenprotesten gegen seine Regierung einen Rücktritt abgelehnt. Diesen Gefallen werde er der Opposition nicht tun, sagte Borissow am Dienstag in Sofia. Die Proteste hatten sich an der Höhe der Strompreise entzündet. Seit Sonntag forderten Demonstranten und die gesamte Opposition auch den Rücktritt der seit 2009 amtierenden Regierung. Borissow sagte, dass dem tschechischen Stromanbieter CEZ die Zulassung entzogen werde. Zudem würden die Strompreise von März an um acht Prozent gesenkt. Die Forderung nach einer Verstaatlichung der regionalen Netze der Stromanbieter aus Österreich und Tschechien wies er zurück.

Bei den Protesten am Montag waren nach Polizeiangaben elf Menschen verletzt worden, darunter fünf Polizisten. An der Kundgebung in Sofia beteiligten sich Medienberichten zufolge bis zu 2000 Menschen. Mit Sprechchören und Parolen wie »Mafia« und »Zurücktreten!« machten sie ihrem Ärger über die Regierung Luft. Ein AFP-Reporter berichtete, dass einige Demonstranten Steine und Flaschen in die Fensterscheiben des Parlamentsgebäudes warfen. Auch in Warna, Plowdiw und anderen Städten beteiligten sich insgesamt mehrere tausend Menschen an Protestmärschen, meldete die bulgarische Nachrichtenagentur BTA.

Bereits am Sonntag waren mehrere zehntausend Menschen in verschiedenen Städten gegen die Regierung auf die Straße gegangen, worauf Regierungschef Borissow die Entlassung des unbeliebten Finanzministers Simeon Djankow ankündigte.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln