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Chaos nach Meteoriteneinschlag in Russland

Stadt- und Regionalregierung in Tscheljabinsk haben beim Krisenmanagement versagt

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Fünfzig Menschen liegen noch in Krankenhäusern, insgesamt wurden beim Meteoriteneinschlag am Freitag über Tscheljabinsk im Südural 1500 Menschen verletzt, die meisten leicht durch Glassplitter. Durch die Druckwelle waren in der Millionenstadt fast alle Fenster zu Bruch gegangen.

500 Millionen Rubel - das sind rund 12,5 Millionen Euro - hat die Zentralregierung in Moskau bereits für die Beseitigung der Folgen bewilligt. Den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden beziffern Experten auf gut das Doppelte. Was Statistiken nicht erfassen können, sind die psychischen Schäden. Die indes, so lokale Menschenrechtler und Umweltschützer, wären zumindest teilweise vermeidbar gewesen. Stadt- und Regionalregierung hätten beim Krisenmanagement versagt und aus bisherigen Naturkatastrophen wenig gelernt.

Die Vorwürfe sind nicht ganz unbegründet. Nikolai Schtschurow, Chef der auf Umweltschutz spezialisierten nichtstaatlichen Organisation »Ural«, wirft den Machthabern von Stadt und Region vor, die Bevölkerung »mit unverantwortlicher Verspätung über Wesen und Ursache« der Katastrophe aufgeklärt zu haben. Fast zwei Stunden, sagte er dem russischen Dienst von Radio Liberty, hätten in Tscheljabinsk Gerüchte von einer Invasion A...


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