Ende der Rohrstockpädagogik

Schule ohne Sitzenbleiben - eine Chance

  • Von Detlef Träbert
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Sitzenbleiben oder nicht? Nach der Entscheidung der neuen rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen, das zwangsweise Wiederholen einer Klasse abzuschaffen, dauert die Debatte über diesen Reformschritt an. Konservative Bildungspolitiker und Lehrerverbände kritisieren die Entscheidung, für die es aber gute pädagogische Gründe gibt.

Alljährlich schalten die schulpsychologischen Dienste und auch die Telefonseelsorge vor den Sommerferien ihr spezielles Zeugnissorgentelefon - die Zeit der Versetzungszeugnisse ist Krisenzeit. Ausreißen und Suizidversuche nehmen zu. Viele Kinder und Jugendliche empfinden die »Ehrenrunde«, wie sie verharmlosend genannt wird, als eine Art seelischen Super-GAU, mit dem sie nicht nur ihre Leistungen, sondern auch sich selbst als Person abgewertet erleben. In Niedersachsen betraf das 2011 rund 14 000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5-10, exakt drei Prozent. An Grundschulen und in der Sekundarstufe II liegen die Zahlen deutlich niedriger. Zehn Jahre zuvor betrug die Wiederholerquote für alle Schulstufen und -arten zusammen noch 3,8 Prozent. Auch bundesweit sind die Zahlen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen, nicht zuletzt deswegen, weil das Sitzenbleiben mancherorts bereits ganz (Hamburg) oder teilweise abgeschaff...

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