Gewerkschaften fordern Amazon heraus

Vierte Betriebsratsgründung an einem Standort des Onlinehändlers / Jetzt sollen auch Tarifverträge her

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Anstehende Tarifverhandlungen, Betriebsratwahlen und Kartellamtsprüfung: Der Druck auf das Onlinekaufhaus Amazon steigt.

Es bewegt sich etwas bei Amazon. Während im nordrhein-westfälischen Rheinberg am vierten Standort des Onlinehändlers ein Betriebsrat gewählt wird, erhöht ver.di den Druck auf das Management. Die Dienstleistungsgewerkschaft will für die insgesamt 8000 Festangestellten erstmals bundesweit einheitliche Tarifverträge erstreiten. Doch leicht wird das nicht, denn den einen Arbeitgeber Amazon gibt es nicht.

»Das Firmengeflecht Amazon ist ein unternehmensrechtlich kompliziertes Konstrukt«, sagt Thomas Gürlebeck vom ver.di-Landesbezirk Bayern gegenüber »nd«. Denn: Bei der Amazon.de GmbH ist offiziell nur das Konzernmanagement angestellt. Die acht Standorte beispielsweise in Bad Hersfeld, Leipzig oder Augsburg sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt, die Logistikzentren stellen jeweils eigene Unternehmen dar. »Es steht zwar bei allen Firmen überall Amazon drauf, aber die verschiedenen Firmen haben rechtlich überhaupt nichts miteinan...


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