Ruhm in E-Moll, Leben in E-Dur

Gisela Steineckert, Irmtraud Gutschke und Jürgen Walter im nd-Club

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Grande Dame des DDR-Liedes kommt über eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung in das nd-Gebäude am Berliner Franz-Mehring-Platz. Nicht, dass ihre Uhr falsch ginge. Gisela Steineckert will den Raum auf sich wirken lassen, in dem sie den Abend mit Leserinnen und Lesern verbringen wird. An die 150 werden es, viele haben eine persönliche Beziehung zu ihr.

Spricht man über die 81-jährige Schriftstellerin, mit der nd-Redakteurin Irmtraud Gutschke ihr drittes Interview-Buch machte, dann muss man wohl ihr berühmtestes Lied erwähnen. »Als ich fortging« schrieb Steineckert 1987 auf eine berührende Melodie des Musikers Dirk Michaelis. Es erstürmte den zweiten Platz der DDR-Hitparade, diente als Filmmusik für einen Polizeiruf 110, erschien als Single im Westen, fehlt auf keinem Sampler mit Ostrock und wird von den Puhdys, Angelo Kelly oder Heinz Rudolf Kunze gecovert. Und von diesem »Wie heißt er, der immer so schreit, Jürgen?«, frag...

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