Marlene Göring 23.02.2013 / Kultur

Zu sechst in einem Schlafzimmer

Beim Funktionalen Wohnen teilen Mitbewohner alles miteinander

Ein Zimmer für jeden, Bad und Küche werden zusammen genutzt: So sehen WGs normalerweise aus. In einer Kommune sind auch die Haushaltskasse, politische Ansichten und Entscheidungen Gemeinschaftssache. Karla Grothe* hatte als Studentin kein eigenes Zimmer, nicht mal einen eigenen Schrank. Dafür aber Mitbewohner, mit denen sie wirklich alles teilte.

Beim funktionalen Wohnen, kurz FuWo, läuft das so. Funktional wohnen ist nicht etwa, wenn man ein konvertierbares Bettsofa und einen einklappbaren Küchentisch von Ikea installiert. In einer FuWo-WG zu leben heißt, dass es keinen Privatbesitz gibt. Und vor allem: Die einzelnen Räume werden nicht Personen zugeteilt, sondern einer bestimmten Aufgabe.

Die Absurdität der Normalität

Karlas erste WG war damit eigentlich gar keine. Die Erstsemesterin landete damals in einem besetzten Haus in Marburg - das gerade kurz vor der Räumung stand. Unter den Bewohnern fand sich eine kleine G...

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