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»Fertik je«, sagen viele Slowenen

Die Republik steckt in der schwersten Krise ihres Bestehens

  • Von Hannes Hofbauer
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Das kleine Slowenien kämpft seit Monaten mit einer wirtschaftlichen und politischen Krise. Ende vergangener Woche traten abermals zwei Minister zurück - unter Verweis auf Korruptionsvorwürfe gegen Premier Janez Janša. Der Regierungschef selbst aber denkt nicht an Rücktritt.

»Es gibt Leute, denen mangelt es schlicht an Lebensmitteln«, beschreibt die Historikerin Nina Kozinc die Lage in Slowenien. Das einstige Musterland der Transformation mit einer sozial verhältnismäßig ausgewogenen Kapitalisierung ehemals kollektiven Eigentums steckt in der schwersten Krise seines Bestehens. Wie konnte es dazu kommen?

Am 8. Februar zogen wieder einmal Tausende protestierend durch die Straßen Ljubljanas, forderten den Rücktritt der kaum mehr handlungsfähigen Regierung unter Janez Janša, die strafrechtliche Verfolgung korrupter Parteichefs - und soziale Gerechtigkeit. Seit Anfang Dezember 2012 entlädt sich die Wut Zehntausender in »volksslowenischen Aufmärschen«, wie die Demonstrationen von den meist über informelle, digitale Kanäle organisierten Teilnehmern genannt werden. Der bereits aus dem Serbischen bekannte Slogan »Gotov je« heißt im örtlichen Dialekt, der von Germanismen durchsetzt ist, »Fertik je«. Das bed...


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