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Hasier Arraiz ist Vorsitzender der neuen baskischen Linkspartei Sortu

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Die baskische Unabhängigkeitsbewegung hat eine neue Führung. Beim Gründungskongress der Partei Sortu (Aufbauen) am Sonnabend wurde der 40-jährige Hasier Arraiz zum Vorsitzenden gekürt. Die neue baskische Partei tritt an die Stelle, die seit dem Verbot von Batasuna (Einheit) 2003 frei geblieben war.

Arraiz hat bereits jede Menge Erfahrung in politischen Initiativen gesammelt, repräsentiert aber gleichzeitig eine jüngere Generation. Groß geworden in der baskischen Jugendbewegung, studierte er in seiner Heimatstadt Gasteiz (spanisch Vitoria) Romanische Philologie. Den Kriegsdienst in der spanischen Armee verweigerte Arraiz, er engagierte sich stattdessen im Jugendhaus von Gasteiz und war zwei Jahre bei »Hala Bedi« - einem der ältesten und bekanntesten freien Radios - auf Sendung. Für die Jugendorganisation Jarrai (Weitermachen) führte er die Sektion in der Provinz Araba, bevor sie als angebliche Kaderschmiede der ETA in Spanien verboten wurde, aber in Frankreich legal blieb. Vor dem Batasuna-Verbot war Arraiz schließlich ein Verantwortlicher in seiner Heimatprovinz.

Wie viele Batasuna-Mitglieder wurde er nach dem Verbot verhaftet und saß zweieinhalb Jahre in spanischen Gefängnissen. Der neue Sortu-Generalsekretär Arnaldo Otegi befindet sich bis heute in Haft. Arraiz litt, wie alle baskischen Gefangenen, unter der »Zerstreuung«: Gegen spanisches Strafrecht, das eine heimatnahe Haft vorsieht, werden politische Gefangene meist weit entfernt vom Baskenland festgehalten.

Auch diese Erfahrung schreckte Arraiz nicht ab. Er setzte nach der Freilassung die politische Arbeit fort. Der Sortu-Vorsitzende tritt nun für eine »demokratische Revolution« ein. Von »unten« müssten ein »radikaler Wandel des sozialen und politischen Modells« und die »Unabhängigkeit eines vereinten und sozialistischen Baskenlands« in einer friedlichen Konfrontation der Ideen erreicht werden. Die Krise habe einen abgehalfterten Kapitalismus gezeigt, in dem die Sozialdemokratie mit ihrem Versuch gescheitert sei, den »wilden Kapitalismus zu humanisieren«. Ralf Streck

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