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Arbeitslosengeld reicht oft nicht zum Leben

Mehr Erwerbslose beziehen zusätzlich Hartz IV

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Jeder zehnte Empfänger von Arbeitslosengeld benötigt Zuschüsse, um über die Runden zu kommen. Die Zahl der Betroffenen stieg innerhalb eines Jahres um 14 Prozent.

Berlin (Agenturen/nd). Immer mehr Menschen verdienen so wenig, dass sie im Falle eines Jobverlustes neben Arbeitslosengeld I zusätzlich Hartz IV beziehen müssen. Das berichtet die »Saarbrücker Zeitung« unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach gab es im Oktober 2012 bundesweit mehr als 83 000 »Parallelbezieher« von Arbeitslosengeld I und Hartz IV. Das war etwa jeder zehnte Arbeitslosengeld-Empfänger. Im Oktober 2011 waren 73 178 Menschen zugleich auf Arbeitslosengeld und Hartz IV angewiesen. Im Jahresvergleich ist ihre Zahl um fast 14 Prozent gestiegen. 2010 und 2011 hatten die BA-Zahlen eine sinkende Tendenz: von im Jahresschnitt knapp 103 000 aufstockenden Arbeitslosen auf knapp 82 000.

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, macht für den derzeitigen Anstieg vor allem die wachsende Zahl von Beschäftigten im Niedriglohnsektor und zunehmende Teilzeitbeschäftigung verantwortlich. »Das Arbeitslosengeld als Versicherungsleistung, für die man oft viele Jahre eingezahlt hat, ist für immer mehr Arbeitslose keine Garantie mehr, um damit im Bedarfsfall über die Runden zu kommen«, sagte sie.

Nach BA-Angaben lag der durchschnittliche Hartz-IV-Satz inklusive Miete und Heizung für einen Single-Haushalt im vergangenen Jahr bei 581 Euro. Um im Falle eines Jobverlustes beim Arbeitslosengeld I nicht unter diese Hartz-IV-Schwelle zu rutschen, muss ein Job-Suchender zuletzt etwa 1350 Euro verdient haben.

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