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»Wir werden uns nicht wiedersehen«

Der Dichter Erich Mühsam gehörte zu den ersten Opfern des Naziterrors nach dem Reichstagsbrand vor 80 Jahren

  • Von Ingrid Heinisch
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

26. Februar 1933 in Berlin: Der Schriftsteller und Anarchist Erich Mühsam spricht auf einer Veranstaltung des Schutzverbands Deutscher Schriftsteller. Er schreit, wie sein Kollege Johann Breitner später berichtet: »Und ich sage Euch, dass wir, die wir hier versammelt sind, uns alle nicht wiedersehen werden. Wir sind eine Kompanie auf verlorenem Posten. Aber wenn wir hundertmal in den Gefängnissen des Dritten Reiches verrecken werden, so müssen wir heute noch die Wahrheit sagen, hinausrufen, dass wir protestieren. Wir sind dem Untergang geweiht.«

Prophetische Worte. Einen Tag später brennt der Reichstag, eine Nacht später wird Mühsam wie viele andere verhaftet. Die Listen dafür waren längst vorbereitet. Es sind Künstler, Freidenker, Anarchisten, Kommunisten, Sozialdemokraten. Nicht die Juden sind in diesem Moment die verhasstesten Feinde der Nationalsozialisten, sondern diejenigen, die ihrer Ideologie etwas entgegensetzen.

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