Werbung

Kein Schiefergasboom

Steffen Schmidt über Fracking-Bohrungen

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: 2 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Von den Ölkonzernen bis zum Chef der Deutschen Energie-Agentur - alle erzählen uns, dass die Ausbeutung der Schiefergasvorkommen das perfekte Mittel gegen explodierende Energiepreise ist. Und tatsächlich hat der Schiefergasboom in den USA die Preise für Erdgas und Kohle gedrückt. Allerdings fällt es in den dünn besiedelten Gebieten der USA auch nicht gleich auf, wenn ein Grundwasserleiter bei unsachgemäß ausgeführten Bohrungen durch die nicht eben umweltfreundliche Fracking-Flüssigkeit versaut wird. Da müssten Exxon, Wintershall & Co. hierzulande schon sehr viel vorsichtiger vorgehen.

Das und leider nicht viel mehr regelt der Gesetzentwurf der Bundesregierung. Das ist zwar eine Verbesserung gegenüber dem unzulänglichen deutschen Bergrecht, Sicherheit allerdings bietet die Regelung nicht. Das Beispiel USA zeigt nämlich noch etwas anderes: Die Fracking-Bohrungen sind ziemlich schnell erschöpft, nach wenigen Jahren muss neu gebohrt werden, um die Gasausbeute zu halten. Das ist nicht nur teuer - mehrere Millionen Euro pro Bohrloch -, es erhöht auch die Zahl der zu kontrollierenden Objekte. Und wie überfordert unser staatliches Kontrollsystem inzwischen ist, konnte man gerade erst bei dem mit Pferdefleisch gestreckten Rinderhack und den angeblichen Bio-Eiern aus nicht artgerechter Haltung sehen. Die in den Ländern zuständigen Bergämter sind personell ohnehin nicht auf die im neuen Gesetz vorgesehenen Umweltverträglichkeitsprüfungen eingestellt.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!