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Schlechte Karten für junge Lehrer

Im Norden fehlt Pauker-Nachwuchs

Schwerin (dpa/nd). Vier Wochen nach dem Start des neuen Referendariat-Jahrgangs in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Informationen der LINKE noch mehr als ein Drittel der 250 Stellen unbesetzt. Gründe dafür sieht die Bildungsexpertin der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg, in Gesetzeslücken beim Auswahlverfahren und unzureichender Unterstützung der Schulen. »Den Schulen wird es schwer gemacht, Referendare aufzunehmen«, stellte Oldenburg fest. »Lehrer, die sich bereiterklären, als Mentoren zu arbeiten, buttern zu. Die Bereitschaft, jungen Leuten beim Berufseinstieg zu helfen, wird damit nicht gerade gefördert.«

Ihren Angaben zufolge mangelt es an Referendaren für Regionalschulen, bei Gymnasien habe es hingegen deutlich mehr Bewerber gegeben. Viele davon seien aus »Kapazitätsgründen« abgelehnt worden. Das sei rechtlich aber nicht haltbar, weil es in Mecklenburg-Vorpommern keine gesetzliche Kapazitätsobergrenze gebe. Die Absolventen könnten sich nun einklagen - und die Planungen gerieten völlig aus den Fugen.

All diese Probleme machten die Bemühungen der SPD/CDU-Landesregierung zunichte, den Lehrerberuf attraktiver zu machen. »Wenn sie schon beim Referendariat mit solchen Problemen kämpfen müssen, dann wächst natürlich auch die Gefahr, dass sie das Land doch verlassen«, warnte Oldenburg. Dabei wachse der Bedarf an jungen Lehrern von Jahr zu Jahr. Fast ein Viertel der rund 10 000 Lehrer sei älter als 55 Jahre, dagegen betrage der Anteil der unter 35-Jährigen kaum fünf Prozent.

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