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Roma leben in miesen Verhältnissen

(dpa). Nach Schätzungen leben knapp 20 000 Roma in Berlin. Diese Zahl nennt der Senat in einem Strategiepapier zur besseren Integration der vor allem aus Bulgarien und Rumänien zugewanderten EU-Bürger. Die genaue Zahl weiß niemand, weil Ethnien nicht statistisch erfasst werden. Insgesamt verzeichnete das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012 einen Zuwachs an Bulgaren von 23,9 Prozent (plus 3077) und an Rumänen von 25,2 Prozent (plus 1779). Der Senat rechnet weiterem Zuwachs, wenn von 2014 an die Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Länder auch auf Bulgarien und Rumänien ausgedehnt wird. Darüber hinaus kämen Roma weiterhin als Asylbewerber aus Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD) will im März ihren Aktionsplan zur Integration der Roma vorlegen. Die neu zugewanderten Roma-Familien wohnen nach Angaben des Senats häufig in schlechten, völlig überbelegten Wohnungen - verstärkt in Nord-Neukölln und in Wedding. Gerade diese Roma seien in einer prekären Lage, weil sie noch nicht arbeiten dürften. Viele Roma-Kinder sprechen kein Deutsch, einige sind noch nie zur Schule gegangen. Im Grundschulalter gibt es viele Analphabeten unter ihnen.

Die Bildungs-Stadträtin in Neukölln, Franziska Giffey (SPD), wies jüngst auf die Schwierigkeiten der Schulen hin, mit diesen Kindern umzugehen. Der Zuzug sei so enorm, dass sie jeden Monat in Neukölln eine neue Schulklasse mit 20 bis 30 Kindern aus Rumänien und Bulgarien einrichten müsse, sagte Giffey. Die Bildungsverwaltung bezifferte die Zahl solcher Lerngruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse auf 168 berlinweit. Die Sprecherin betonte jedoch, dass diese Lerngruppen nicht nur Roma-Kinder, sondern alle Schüler besuchten, die kein Deutsch können.

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