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Sprachkritik ist Systemkritik

Nadine Lantzsch über die »Männersprache« Deutsch

Ein wesentlicher Bestandteil feministischer Kritik ist die Skandalisierung von Sprache als diskriminierend. Bereits vor 30 Jahren kritisierte die feministische Linguistin Luise Pusch die deutsche Sprache als „Männersprache“. Rezeptionsstudien zu Sprache und Geschlecht zeigen, dass mit dem sogenannten „generischen Maskulinum“ oder dem Wörtchen „man“ weder „alle“ gemeint sind noch sich angesprochen fühlen.

Die Herstellung und Normsetzung eines „männlichen“ Subjekts in Sprachhandlungen innerhalb eines sexistischen Systems als universal und allgemein menschlich, führt zum Ausschluss und Nicht-Mitdenken von Frauen, Lesben, Trans* und Inter* Personen sowie zu diskriminierenden Fremdbezeichnungen. Damit wird auch ein sexistisches System am Leben gehalten.

Sollte dann nicht das System als solches kritisiert werden, statt sich auf einen Aspekt wie Sprache zu konzentrieren? Lann Hornscheidt, Professx für Gender Studies und Spracha...


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