Chronik des Versagens

NSU-Morde: Semiya Simsek erhebt in ihrem Buch schwere Vorwürfe gegen Ermittlungsbehörden

  • Von Christin Odoj
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Erst nach elf Jahren kam für Semiya Simsek die Gewissheit: Ihr Vater, Enver Simsek, war das erste Opfer der rechtsextremen Terrorzelle NSU. Über die quälende Zeit voller falscher Verdächtigungen gegenüber ihrer eigenen Familie hat seine Tochter nun ein Buch veröffentlicht, das anklagt.

Von dem Mitte April beginnenden Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer der rechtsextremen Terrorzelle NSU erhofft sich Semiya Simsek alles. Sie will Gewissheit und vor allem Aufklärung darüber, wie über ein Jahrzehnt vergehen konnte, ohne das der Mord an ihrem Vater, Enver Simsek, jemals ein rassistisches Motiv bekam. Genau diese Frage stellt das Buch »Schmerzliche Heimat. Deutschland und der Mord an meinem Vater«, das Semiya Simsek geschrieben hat und das sie gestern in Berlin vorstellte, schonungslos, mit jeder Zeile. »Elf Jahre lang wurde die Geschichte meines Vaters von anderen erzählt, nur nicht von uns«, sagt sie und meint damit auch die übrigen Opfer und ihre Angehörigen.

An den 9. September 2000, sie ist da 14 Jahre alt, kann sie sich noch genau erinnern, sie wird diesen Tag nie vergessen, erzählt Simsek. Aus ihrer Stimme spricht, wie auch im gesamten Buch, kein Hass, sondern Wut und Enttäuschung...

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