Bei Anruf Niedriglohn

Alarmierendes aus Callcentern im Nordosten

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In der Callcenterbranche gibt es weiterhin keinen Arbeitgeberverband - und deshalb auch keinen »tariflichen« Mindestlohn. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten zumeist Teilzeitbeschäftigte an den Hörern, wie eine parlamentarische Anfrage zeigt. Immerhin werden Lohndumper im Land nicht mehr gefördert.

Im Nordosten findet der »Boom« am Arbeitsmarkt auch am Telefonhörer statt. Während hochqualifizierte Arbeit zum Beispiel in den Werften abgebaut wird, erlebt die Kundenbetreuung in Call-Centern im Land einen stetigen Aufschwung. 98 Callcenter werden in Mecklenburg-Vorpommern gezählt, dort sind laut Telemarketing-Initiative MV mehr als 16 000 Menschen beschäftigt.

»Kritische Grenzwerte«

Allerdings zu weiterhin oft schlechten Bedingungen: Eine parlamentarische Anfrage des Arbeitsmarktpolitikers der LINKEN, Henning Foerster, ergab, dass im Nordosten nicht einmal die Hälfte der Beschäftigten - nämlich genau 6539 - in einem Vollzeitarbeitsverhältnis steht. Von diesen verdienen Foerster zufolge 459 weniger als 1000 Euro brutto monatlich, bei etwa 4700 wird das Entgelt »zwischen 1000 und 2000« Euro angegeben. Das Ganze geschieht in einem gewerkschaftsfeindlichen Milieu: In nur 56 der 98 Unternehmen gibt es eine Arbeitnehmervertre...

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